Das Kaufverhalten im Netz
Während die Popularität des Internets steigt und damit sein Einfluss in sämtliche Bereiche des Lebens, wächst gleichzeitig auch der Trend zum elektronischen Handel. Über das Internet kauften im Jahr 2001 rund 13 Millionen deutsche User Ihre Produkte und Dienstleistungen. Laut den Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) kletterte diese Zahl im Jahr 2010 hoch auf 34,1 Millionen. Parallel dazu wuchsen auch die Umsätze im eCommerce, so lag der Umsatz im Jahr 2000 noch bei 2,5 Milliarden Euro. Dieser stieg dann 2010 auf 23,7 Milliarden Euro an.
Aus zwei weiteren Studien geht hervor (Sicherheit im Online-Handel 2006, eCommerce 2004) dass Männer häufiger im Internet einkaufen als Frauen. Auffällig ist, dass dabei bekannte Online-Shops eher genutzt werden und immer öfter werden Preisvergleichsportale wie pricerunner.de, idealo.de oder guenstiger.de verwendet, allerdings mit steigender Internetaffinität. Für den Kunden sind beim Internetkauf zwei Dinge entscheidend, zum Einen eine schnelle Lieferzeit der Bestellung, zum Anderen die Tatsache, rund um die Uhr einkaufen zu können. Ebenso wichtig sind die Möglichkeiten Preise und Waren im Internet vergleichen zu können.
Zwischen Mann und Frau unterscheidet sich das Einkaufsverhalten auch in der virtuellen Welt. Obwohl Frauen das Internet weniger beanspruchen, liegen Sie beim Online-Kauf vorn. Männer hingegen sind Fans von Auktionen und nicht-deutschen Online-Shops. Die Studie zeigt außerdem, dass einkommensstarke Frauen mit einem Einkommen von über 3000 Euro besonderen Spaß am Online-Shopping haben. Die Männerwelt hingegen führt bei der Benutzung von Online-Banking, Online-Brokerage und ähnlichen Aktionen im Internet die Liste an.
Die Händler
Befragte Unternehmen rechnen in den nächsten Jahren mit einem starken Anstieg der Umsätze im elektronischen Handel, rund 72 Prozent beabsichtigen daher den Ausbau ihres Online-Angebots. Selbst Unternehmen gaben bei der Studie an ihre Waren im Internet zu beschaffen. Für Händler ist der eigene Online-Shop mit 59,3% des Umsatzes gefolgt von eBay mit 21% umsatzstärkste Vertriebskanal im Internet.
Prognose
Im deutschen Online-Handel brechen die steigenden Zahlen der Internetnutzer immer wieder Rekorde. Eine Steigerung bzw. Verbesserung des Online-Handels ist möglich durch die Verbesserung des Einkaufserlebnisses und Optimierung der Produktsuche und –beratung. Das mangelnde Einkaufserlebnis lässt sich den Nutzern durch professionelle Videos, Fotos und emotionalisierenden Zusammenstellungen vermitteln.
Die Käufertypen
Laut Umfrage haben 67 Prozent der Befragten bereits im Internet eingekauft oder gehandelt, dabei haben noch immer 33% noch nie im Internet einen Kauf abgeschlossen. Die Nutzer des eCommerce lassen sich in drei Kategorien einteilen:
- heavy user: mindestens ein Mal in der Woche wird online eingekauft
- medium user: Online-Kauf mindestens ein Mal in drei Monaten
- low user: kaufen durchschnittlich alle sechs Monate oder selten im Internet ein



