Von Veröffentlicht am: 12/20203,6 min Lesezeit

404-Seite

Wie eine kreative 404-Seite den Absprung verhindern kann

Das hat sicherlich jeder schon mal erlebt. Man klickt voller Erwartungen auf einen Link und statt des gewünschten Inhalts sieht man nur eine weiße Seite, auf der steht “404 Error not found”. Das ist richtig ärgerlich. Denn in aller Regel bedeutet das, dass der Besucher diese Website nicht noch mal besuchen wird und sich woanders umschaut – es geht aber auch anders!

Was bedeutet eigentlich ein 404-Fehler?

Zur Kommunikation zwischen Browser und Server werden sogenannte Statuscodes genutzt. Wenn alles ok ist, meldet der Server dem Browser normalerweise Status 200. Bei einer Weiterleitung nutzt man Codes aus dem 300er Bereich (zum Beispiel die bekannte 301-Weiterleitung). Kann der Server nun eine angeforderte URL nicht finden, sendet er dem Browser zurück 404 Document not found.

Das Blöde daran: Wenn man keine eigene 404-Seite einrichtet, dann ist die Seite einfach nur weiß und beinhaltet die Fehlermeldung. Es gibt keine Navigation, über die der Nutzer auf eine andere Seite gelangen kann, und oft bedeutet dieser Fall das Ende der Sitzung.

Was kann man gegen 404-Seiten machen?

Je größer ein Projekt ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass es früher oder später zu defekten Links kommen wird, die 404-Seiten anzeigen.

Wichtig ist an dieser Stelle, dass die Website regelmäßig geprüft wird und defekte Links nach Möglichkeit korrigiert werden. Dazu eignen sich zum Beispiel die genannten 301-Weiterleitungen, indem man den defekten Link auf eine besser passende Ressource umleitet. Das hilft vor allem dabei, 404-Seiten durch veraltete externe Links zu vermeiden.

Interne Links, die auf eine 404-Seite zeigen, sollten hingegen so korrigiert werden, dass der Link direkt auf eine vorhandene Ressource zeigt, das spart dem Nutzer unnötige Wartezeiten durch die Weiterleitung.

Ein weiterer Ansatz ist ein sog. Soft 404. Statt dem Nutzer eine blanke Seite zu zeigen, wird er direkt auf die Startseite umgeleitet – in meinen Augen keine ideale Lösung, denn die gesetzten Weiterleitungen vermitteln den Suchmaschinen, dass die eigentlich angeforderten Inhalte sich nun dort befinden (was sie in der Regel nicht tun). Das kann auch dazu führen, dass vielleicht veraltete Links aus der Suchmaschine länger als nötig erhalten bleiben (allerdings werden auch 404-Seiten noch mehrmals von Google gescannt). Außerdem erhält der Nutzer keine Mitteilung darüber, dass die gesuchte Seite nicht gefunden wurde.

Kreative 404-Seiten können Absprünge verhindern

Wie bereits angedeutet, lassen sich 404-Seiten nicht immer verhindern. Besonders große Projekte und Onlineshops neigen dazu, 404-Fehler zu häufen. Damit das Problem aber im Rahmen bleibt, kann eine kreative 404-Seite dabei helfen, den Nutzer auf der Seite zu halten.

Bei einer HTML-Seite trägt man dazu in die HTACCESS einfach “ErrorDocument 404 /404.php” ein und erstellt eine entsprechende 404. php-Datei mit den gewünschten Inhalten. Das kann man auch in WordPress so machen, eines der vielen Plug-ins nutzen oder man erstellt einfach eine 404. php-Datei im aktuell verwende