Von Veröffentlicht am: 05/20204,9 min Lesezeit

Marketing und Telekommunikation

Treffen sich Sender und Empfänger nicht

Am 17. Mai ist der Welttag der Telekommunikation – quasi der Grundlage unseres gesamten Schaffens als Marketingagentur. Tele ist lateinisch und bedeutet fern. Bei Telekommunikation handelt sich also um einen Austausch über Distanz. In der Werbung befinden sich Sender und Empfänger nie am gleichen Ort – und unsere Aufgabe besteht darin, alle Marketingmaßnahmen –vom Social Media Post bis zum Zeitungsbeitrag – an die Umstände dieser Telekommunikationssituation anzupassen.

In diesem Beitrag haben wir die Arbeit unserer Gestalter, Texter, Strategen und Social Media Manager mal genauer unter die Lupe genommen und untersucht, welche medienwissenschaftlichen Erkenntnisse unser Team eigentlich jeden Tag für Sie zum Einsatz bringt.

Telekommunikation – Konzeption – Medium

Um es mit Fontane zu sagen: “Das ist auch ein weites Feld”.

Unzählige Studien haben sich bereits mit der Wirkung verschiedener Medien, Kommunikationsformen und Modalitäten beschäftigt. Neben dem konkreten Medium – also dem Vermittler der Nachricht – spielt vor allem der Empfänger für unsere Arbeit eine wesentliche Rolle. Wie wir dank Watzlawick, Weaver und Co. wissen; nur weil wir Sender eine Nachricht in den Raum werfen, kommt sie nicht genauso beim Empfänger an. Im Marketing bezeichnen wir die Empfänger als Zielgruppe. Diese definieren wir detailliert für jede einzelne Marketingmaßnahme und passen den sprachlichen Stil der Botschaft auf sie an.

Neben den sprachlichen Gewohnheiten der Zielgruppe stellt auch jedes Medium andere Anforderungen an eine Nachricht. Beispielsweise unterscheidet sich die Konzeption der einzelnen Kommunikate zwischen Printmedien und Neuen Medien stark. Im Social-Media-Bereich ist beispielsweise eine eher mündliche Konzeption gefragt. Das heißt, der Sprachstil von Postings darf spontan, umgangssprachlich und auch teilweise elliptisch sein. In Printmedien oder auch auf Websites herrscht dagegen eine schriftliche Konzeption vor, also strukturiert, syntaktisch korrekt und komplexer. Zwischen diesen beiden Polen müssen wir für jedes Medium, vom Zeitungsartikel bis zum Social-Media-Beitrag, den richtigen Stil finden, um Ihre Marketingziele bestmöglich umzusetzen.

Außerdem unterscheidet sich je nach Medium auch das Verhalten der Zielgruppe enorm. Während Empfänger sich für Printmedien meist viel Zeit nehmen, verläuft die Rezeption in den Neuen Medien ziemlich schnelllebig. Dieses Nutzerverhalten müssen wir ständig im Blick haben, um die Botschaft entsprechend anzupassen und die wichtigen Informationen erfolgreich zu übermitteln.

Multimodalität, Multimedialität: Die Mischung machts

Auch die Kombination verschiedener Medien (z. B. Artikel, Website, Post