Von Veröffentlicht am: 07/20234,2 min Lesezeit

Das neue Twitter:
Elon Musk leitet Domain X.com auf Twitter um

Eine Onlinemarketing-Perspektive zur Änderung

Update 03.08.2023:

Elon Musk verkündet eine bahnbrechende Veränderung für sein Projekt X. Zukünftig wird es für Nutzer möglich sein, gegen eine monatliche Gebühr ein Verifikationshäckchen zu erwerben, unabhängig von ihrer tatsächlichen Identität. Ein Punkt, der dabei besonders polarisiert, ist die Tatsache, dass die Identität der Nutzer bei diesem Prozess nicht überprüft wird. Ursprünglich als Merkmal für bekannte Persönlichkeiten gedacht, ermöglicht diese Neuerung nun jedem, sein eigenes Häckchen zu erhalten. Ob das Probleme geben wird? Die Diskussion um diese Verifikationsregeln ist bereits im vollen Gange. Einige befürworten die zusätzliche Anonymität und Freiheit, die damit einhergeht. Andere hingegen warnen vor möglichen Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit und Integrität der Plattform.

Update 28.7.2023:

Viele haben es sicherlich schon gesehen: Während die meisten Bedienelemente gleich bleiben, verschwindet der „Larry“ genannte Twittervogel immer weiter. Einige App-Nutzer sehen den Vogel noch. Bei den meisten dürfte er jedoch durch das neue X-Logo ersetzt worden sein. Am Namen selbst wurde jedoch bisher keine Änderung vorgenommen – Auch auf der Startseite wird man noch gegrüßt mit: „Das beschäftigt die Welt – Registriere dich jetzt bei Twitter.“ Wir sind gespannt, wie lange das noch so bleibt.

Währenddessen geben einige Sprachforscher an, dass man davon ausgeht, dass das Verb „twittern“ für das Absetzen einer Kurznachricht erhalten bleibt und ziehen Vergleiche zum Verb „googlen“. Für den deutschsprachigen Raum halten wir es aber für eher unwahrscheinlich, da es nie eine besonders hohe Verbreitung hatte. Seinen Peak hatte das Wort laut Google-Trends 2009.

Update:

Linda Yaccarino die von Elon Musik eingesetzte Chefin für Twitter (oder eben jetzt X) twitterte bereits am 23.7.2023: „X is the future state of unlimited interactivity – centered in audio, video, messaging, payments/banking – creating a global marketplace for ideas, goods, services, and opportunities. Powered by AI, X will connect us all in ways we’re just beginning to imagine.“ – Das Rebranding war also tatsächlich der Startschuss, für die Weiterentwicklung der App von einem Kurznachrichtendienst in Richtung „Super-App“. Musk hatte diese Ambitionen bereits einige Male erwähnt und scheint von einer Art globalen „WeChat“ zu träumen.  

Man nehme eine Prise Unberechenbarkeit, eine Handvoll Innovationsdrang und eine ordentliche Portion Kühnheit. Was wir da in unserem imaginären Kochtopf haben, ist das Rezept für eine typische Elon Musk-Aktion. Doch diese Zutaten könnten genauso gut die Eckpfeiler einer Online Marketing-Strategie sein, die erfolgreich auf ständig wechselnde Gegebenheiten reagiert. Wir bei Onelio möchten heute über die jüngsten Ereignisse im Hause Twitter, oder sollte ich besser „X“ sagen, sprechen und welche Lehren wir daraus für unser digitales Marketing ziehen können.

Es ist kein Geheimnis, dass Elon Musk ein Fan von großen, unerwarteten Veränderungen ist. Man denke nur an die spektakulären Produktvorstellungen von Tesla oder die ambitionierten Pläne von SpaceX. Doch seine jüngsten Aktionen als neuer Besitzer von Twitter haben viele von uns auf dem falschen Fuß erwischt.

Wer hätte erwartet, dass der Raumfahrtpionier und Tech-Tycoon so launisch mit der Social-Media-Plattform umgeht? Von Massenentlassungen, die dann zum Teil rückgängig gemacht wurden, bis hin zu seltsamen Lese-Limits, bei denen Nutzer plötzlich nur noch beschränkt neue Tweets lesen konnten – es war eine wilde Fahrt. Und nun, sein jüngster Streich – die Umbenennung von Twitter in „X“. Für diejenigen, die es nicht wissen, „X“ ist ein wiederkehrender Favorit in Musks Projektnamen, und seine Domain x.com leitet bereits auf Twitter um.

Eine wichtige Lektion für das Onlinemarketing

Musks Führung bei Twitter mag zwar sprunghaft wirken, sie zieht jedoch auch eine wertvolle Lektion nach sich: Die Notwendigkeit, sich auf Veränderungen vorzubereiten und anzupassen. Wer den Fehler gemacht hat, sich ausschließlich auf Twitter zu verlassen, um seine Community aufzubauen, muss jetzt zwangsläufig seinen Plan B aus dem Ärmel schütteln.

Diversifikation darf kein Fremdwort sein

Es erinnert uns an eine der goldenen Regeln im digitalen Marketing: Alle Eier in einen Korb zu legen, ist selten eine gute Idee. Man weiß nie, wann der CEO der Plattform beschließt, das Ruder herumzureißen, oder wann eine neue Datenschutzverordnung die Spielregeln ändert. Es ist daher klug, sich breit aufzustellen, damit man für genau solche Fälle gewappnet ist.

Das ist kein exklusives Twitter-Phänomen – jedes soziale Netzwerk kann sich über Nacht verändern. Wir leben in einer Zeit, in der Konstanten selten und Veränderungen die Regel sind. Die Fähigkeit, sich diesen Veränderungen anzupassen und daraus zu lernen, wird letztlich über den Erfolg oder Misserfolg unserer Marketingstrategien entscheiden.

Also, liebe Leser, lasst uns den Wandel als Teil unserer Reise ansehen, nicht als Stolperstein. Veränderungen sind nichts, wovor man sich fürchten muss, sondern sie sind Chancen zur Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Marketingstrategien. Denken Sie daran, dass Flexibilität der Schlüssel ist und Resilienz der Motor, der uns antreibt.

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